Ein ruhiges Japandi-Stadthaus in London

In ihrem Londoner Stadthaus hat Cate St Hill ein ruhiges und harmonisches Zuhause geschaffen, das von Japandi-Prinzipien inspiriert ist.

Anstatt von Grund auf neu zu beginnen, entschied sie sich, mit dem zu arbeiten, was bereits vorhanden war, und ihre bestehende IKEA-Küche mit Fronten von Superfront in warmem Holz und sanften, neutralen Tönen zu erneuern.

Das Austauschen der Fronten war eine einfache Möglichkeit, die Küche zu verwandeln und ihr ohne eine vollständige Renovierung eine wärmere und einladendere Atmosphäre zu verleihen.

Haben Sie ein Gestaltungsprinzip oder eine Denkweise, zu der Sie in Ihren Interior-Projekten immer wieder zurückkehren?
Ich lasse mich stark vom skandinavischen Design und vom japanischen Minimalismus inspirieren, die ich in meinem Buch The Japandi Home näher erforscht habe. Beide Stile vereinen Schlichtheit und Gemütlichkeit und schaffen Räume, die reduziert wirken und zugleich warm und einladend sind.

Mein Zuhause ist mein Rückzugsort, und ich versuche, Räume zu gestalten, die zeitlos sind und sich mit dem Alltag weiterentwickeln können. Ich sehe die Wände gerne als neutrale Grundlage, sodass Materialien, Objekte und persönliche Details dem Raum Leben verleihen.

Gerade in der Küche ist Funktionalität entscheidend. Weniger ästhetische Elemente verberge ich lieber, während ich Raum für persönlichere Details schaffe – wie Lieblingskochbücher oder Keramik, die sich im Laufe der Zeit angesammelt hat.

Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben und was inspiriert Sie am meisten?
Mein Stil ist schlicht und entspannt, geprägt von Harmonie, Ausgewogenheit und Ruhe. Mir ist wichtig, dass alles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenkommt und schon beim Eintreten ein Gefühl von Gelassenheit entsteht.

Ich lasse mich viel vom Reisen inspirieren. Das kann alles sein – von einem Restaurantinterieur über die Farbe einer Haustür bis hin zur Atmosphäre eines Hotels. Inspiration kann wirklich überall entstehen.

Im Laufe der Zeit habe ich ein starkes Gespür für meinen persönlichen Stil entwickelt. Ich kehre oft zu denselben Farben und Materialien zurück und versuche, Trends zugunsten von etwas Dauerhafterem zu vermeiden.

Wenn ich meine Haustür öffne, möchte ich ein Gefühl von Ruhe verspüren – als hätte ich alles andere hinter mir gelassen.

Wie sind Sie bei der Gestaltung Ihrer Küche vorgegangen – von der Raumaufteilung bis zur Auswahl von Farben und Holzfurnier?
Ich lebe in einem viktorianischen Reihenhaus in London, was bedeutet, dass ich mit einem recht schmalen Grundriss arbeiten muss. Den vorhandenen Raum optimal zu nutzen, ist daher entscheidend – fast wie das Lösen eines Puzzles.

Anstatt die Küche im hinteren Teil des Hauses zu platzieren, habe ich mich dafür entschieden, sie im mittleren Raum anzulegen und so zum Herzstück des Zuhauses zu machen. Durch das Entfernen des Kaminschachts konnte ich eine klare, durchgehende Zeile entlang einer Wand schaffen.

Die Küche selbst wurde ursprünglich vor acht Jahren mit grauen IKEA-Fronten eingebaut. Doch mit der Weiterentwicklung meines Stils fühlte es sich so an, als bräuchte der Raum ein Update. Durch den Austausch der Fronten mit Superfront – in einer Kombination aus lackiertem Desert Sand und warmem Holzfurnier in Biscotti – wurde die Küche komplett verwandelt. Sie wirkt jetzt wärmer, weicher und einladender.

Wie empfinden Sie die Qualität der Küchenfronten, und war die Montage einfach?
Die Montage war sehr unkompliziert. Ich hatte zwar etwas Unterstützung beim Anbringen der Fronten, aber sie ließen sich problemlos auf die IKEA-Elemente montieren. Die Seitenpaneele erforderten etwas mehr Präzision, insgesamt verlief jedoch alles reibungslos.

Die Qualität ist sehr überzeugend. Die Bügelgriffe fühlen sich stabil und hochwertig an und liegen deutlich angenehmer in der Hand als die dünneren Metallgriffe, die ich zuvor hatte.

Haben Sie Tipps, wie man ein ruhiges, harmonisches Zuhause im Japandi-Stil gestaltet?
In einem neutralen, vom Japandi-Stil inspirierten Raum ist Textur entscheidend. Ohne sie kann der Raum schnell flach wirken.

Ich arbeite gerne mit warmen, natürlichen Materialien wie Holz, Kork, Rattan und Leinen, um eine haptische und einladende Atmosphäre zu schaffen. Bei der Gestaltung eines Raumes ist es wichtig, alle Sinne einzubeziehen – nicht nur, wie er aussieht, sondern auch, wie er sich anfühlt.